Kinder entspannen, wenn sie die nächsten zwei Handgriffe bereits kennen: Zähneputzen, Gesicht waschen, Lieblingsbuch, Kuss. Diese Konstanz muss nicht starr sein, doch sie wirkt wie ein leiser Pfad, auf dem es keine Überraschungen gibt. Erzähle kurz, was als Nächstes kommt, halte die Reihenfolge freundlich ein, und feiere kleine Erfolge mit einem Lächeln. Bald wird die Routine selbst zum beruhigenden Versprechen, das Streit ersetzt.
Lege eine Hand sanft auf den Bauch deines Kindes und atmet gemeinsam langsam: vier zählen beim Einatmen, vier halten, sechs ausatmen. Berührung reguliert, Rhythmus ordnet, und das Nervensystem findet zurück in die Ruhe. Ein winziges Ritual wie die „Schmetterlings-Umarmung“, sanftes Streicheln über Stirn und Augenbrauen oder ein kurzer Hand-in-Hand-Moment kann Wunder wirken, wenn Worte zu viel und Müdigkeit groß geworden sind.